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mehr als 2,5 Tsd. Bücher und Zeitschriften sowie ca. 8 Tsd. Datensätzen zu Zeitschriftenartikel:
http://bibliothek.thh-friedensau.de/webopac/friedbib/kibib/
Hier finden Sie die Bestände, angelegt im Katalog der Freikirchenbibliothek, sortiert nach: Zugangsjahr (alle Neuzugänge eines Jahres) - Erscheinungsjahr - Freikirchen (Systematik-Aufstellung)
Via Internet kann von jedem internetfähigen PC aus im Katalog der Bibliothek des Vereins für Freikirchenforschung durchsucht werden. Gefundene Quellen können per Fernleihe / Kopie bestellt werden.
Bibliothek des Vereins für Freikirchenforschung
Ahornstr. 3
39291 Friedensau
Tel. 03921/916-135
Fax 03921/916-159
Leihstelle.Bib@ThH-Friedensau.de
http://www.bibliothek.thh-friedensau.de
Die Bibliothek ist geöffnet
So, 9-22, Mo-Do, 8-22 und Fr, 8-13 Uhr
Wir bitten um Voranmeldung
Für Fragen zur Unterbringung für einen längeren Aufenthalt wenden Sie sich bitte an
Gästehaus der Theologischen Hochschule
An der Ihle 7
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Fax 03921/916-120
Gaestehaus@ThH-Friedensau.de
http://www.thh-friedensau.de
1990 haben Theologen und Historiker aus verschiedenen Freikirchen den Verein für Freikirchenforschung gegründet. Laien und Fachleute riefen diesen in Deutschland einmaligen Zusammenschluß an der Universität Münster ins Leben. Initiator war Prof. Dr. Robert Walton, damals Direktor des Seminars für Neue Kirchen- und Theologiegeschichte der Theologischen Fakultät Münster, heute in Zürich lebender Ruheständler.
Heute hat der Verein für Freikirchenforschung Mitglieder aus 27 Denominationen. Fach- und Laienhistoriker aus 12 verschiedenen Ländern gehören zu diesem Zusammenschluß. Der Verein hat rund 180 Einzelpersonen und 21 Institute als Mitglieder.
Seit der Gründung dieses speziellen Vereins wurde eine Bibliothek aufgebaut mit einer in Deutschland und weltweit einzigartigen Sammlung von Büchern und Zeitschriften von und über die Freikirchen, insbesondere ihrer Geschichte. Zunächst war die Sammlung in privaten Räumen untergebracht, später im Keller eines Kirchengebäudes. Bald wurde der Platz zu klein. Die fehlende Erschliessung machte die Nutzung der Bestände durch Wissenschaft und Forschung sehr schwer, eigentlich unmöglich. Der Ruf nach einer professionellen Lösung wurde laut.
Im Jahre 2000 wurde überlegt, wie mit der inzwischen auf einige tausend Quellen angewachsene Bibliothek umgegangen werden könnte. Dabei kam auch die Bibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau ins Spiel. Zwei Hochschuldozenten sind Mitglieder des Vereins und im Beirat des Vorstandes tätig.
Nach Abwägung aller Argumente fiel die Entscheidung für die Bibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau. Gründe dafür waren u.a. die Anbildung an den Leihverkehr in Deutschland, der es ermöglichst, dass Wissenschaftler leicht auf die Bestände der Freikirchenbibliothek per Fernleihe zugreifen können. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Anbindung der Hochschulbibliothek an den Deutschen Leihverkehr sowie die Anbindung im Internet, um die Daten nach Abschluss des Projektes über das Internet recherchieren zu können. Ausserdem sind die räumlichen Möglichkeiten für Wissenschaftler (Hochschule, Campus, Gästehaus, zentrale Lage in Mitteldeutschland) ideal, um einen Forschungsaufenthalt in Friedensau einzuplanen.
Am 31.3.2000 fiel die Entscheidung für Friedensau. Ein Vertrag für die Überstellung der Bibliothek als Depositum der Bibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau wurde ausgearbeitet. Im November 2001 wurde vom Verein fuer Freikirchenforschung Muenster die Spezial-Bibliothek verpackt in 28 Bananenkartons. Diese wurden von Prof. Geldbach, dem Vorsitzenden des Vereins, angeliefert und in der 1. Etage der Alten Schule ausgepackt.
Im Winter 2001/2002 wurde der Raum entsprechend bautechnisch und regalmäßig ausgestattet und hergerichtet. Am 1.3.2002 konnten die Bestaende in der 1. Etage der AS Süd aufgestellt werden. Es wurde mit der Aufnahme der Bücher und Zeitchriften in eine Datenbank begonnen. Die Erfassung aller Medien erfolgte in einem ABM-Projekt. Christel Pfeiffer und Sigrid Diekmann waren ab 1. März 2002 damit beschäftigt, die Bestände zu sortieren, zu erfassen und für die Recherche im Internet vorzubereiten. Dazu gehören neben der Datenerfassung auch buchtechnische Arbeiten, um den wertvollen, zum Teil einmaligen Bestand weltweit, entsprechend zu schützen.
Nach einer entsprechenden Einarbeitungsphase in die für die den beiden Mitarbeiterinnen völlig neuen Arbeitsgänge ging das Projekt sehr gut voran. Der überwiegende Teil der Medien ist mittlerweile in einer allegro-Datenbank erfasst und kann in der Bibliothek und über das Internet recherchiert werden. Zunächst profitieren die Wissenschaftler der Hochschule davon für ihre historischen Forschungen. Durch die Bereitstellung der Datenbank im Internet und die Möglichkeit der Nutzung vor Ort oder der Bestellung von Medien oder Aufsatzkopien steht ein besonderer Fundus an Forschungsliteratur zum Thema 'Freikirchen' zur Verfügung.
APD-Meldung (22.04.2004): Bibliothek des Vereins für Freikirchenforschung in Friedensau








Münster - Im Alter von 75 Jahren ist Pastor i. R. Manfred Bärenfänger am 27. Oktober gestorben. "Wir haben in ihm einen aufrechten und weisen Mann Gottes verloren, einen Menschen mit klarem Profil, mit starkem Engagement aus dem Glauben und großer Liebe zu Christus und seiner Gemeinde heraus“, sagte Pastor Michael Lefherz (Münster) über seinen Vorgänger, der von 1955 bis 1961 der erste Pastor der Gemeinde war: Sein Weg führte ihn über Gemeindedienste in Lüneburg, Ihren und Gelsenkirchen-Blumendelle vor rund zehn Jahren wieder zurück nach Münster. Sein Ruhestand war eher ein Ruhelauf: Er war aktiv in vielen Predigten und Bibelstunden in den Gemeinden in Westfalen, als Täuferforscher, in der Mitarbeit bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Münster, als langjähriger Geschäftsführer des Vereins zur Erforschung freikirchlicher Geschichte und Theologie und an vielen Orten darüber hinaus. Wenn er gerufen wurde, war er stets bereit. Im kommenden Jahr plante er, in Münster seine goldene Hochzeit und sein 50-jähriges Dienstjubiläum zu feiern. (aus: http://www.hessen-siegerland.info/nachrichten.html?nid=21 (29.10.2004)) <- Link ist nicht mehr aktiv (4.4.2006)
Nachruf: Pastor Manfred Bärenfänger
Völlig unerwartet und für alle überraschend verstarb am 27. Oktober 2004 der langjährige Geschäftsführer des „Vereins für Freikirchenforschung“, Pastor i.R. Manfred Bärenfänger im Alter von 75 Jahren, nachdem er noch mit seiner Frau am Herbstsymposium des Vereins Mitte Oktober im Schwarzwald teilgenommen hatte. Er wurde am 31. August 1929 als Sohn eines Baptistenpredigers in Einbeck/Hann. geboren und studierte nach dem Abitur und einem Praktikum in Bad Pyrmont am Seminar des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Hamburg. Als Pastor diente er u. a. in den Gemeinden Münster, Ihren, Lüneburg und Gelsenkirchen. Nach Erreichung der Altersgrenze zog er nach Münster, von wo er immer wieder zu Predigtdiensten, Bibelstunden und Vorträgen in der näheren und weiteren Umgebung tätig war.
In Münster war gerade der „Verein zur Förderung der Erforschung freikirchlicher Geschichte und Theologie“ auf Initiative von Professor Robert Walton an der Universität gegründet worden. Manfred Bärenfänger war von Anfang an dabei, und so war es nur folgerichtig, dass der Verein ihn 1994 als Geschäftsführer berief.
Mit großer Umsicht und einem außerordentlichen Engagement diente er dem Verein und konnte durch seine weitreichenden Beziehungen und zu seiner Freude eine Anzahl neuer Mitglieder gewinnen. Nach außen wirkte er durch seine Rundbriefe, Pressemitteilungen, Artikel, Rezensionen und Vorträgen, nach innen durch sorgfältige Vorbereitungen der Tagungen, Symposien, Beirats- und Vorstandssitzungen des Vereins. Er hat es verstanden, sich durch seine ausgleichende und Brücken bauende Art die Sympathien und die Freundschaft der Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichen Freikirchen zu sichern. Seine Vorschläge und sein Rat waren stets gefragt. Die Herausgabe des Jahrbuchs „FreikirchenForschung“ gelang wesentlich deshalb, weil er durch ständigen, aber liebevollen Druck auf die Verfasser der Artikel die Beiträge rechtzeitig einzufordern verstand und weil er selbst durch seine vielen Rezensionen dazu beitrug, dem Jahrbuch einen hohen Informationswert zu geben. Es gelang ihm auch, den Grundstock für eine eigenständige Sammlung freikirchlicher Literatur zu legen. Diese Sammlung wuchs unter seiner umsichtigen Leitung und war schließlich so angewachsen, dass der Raum in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Münster nicht mehr ausreichte. Sie ist heute eine Spezialsammlung und wird in der Bibliothek der Theologischen Hochschule Friedensau betreut.
Manfred Bärenfänger war ein fest an der Heiligen Schrift orientierter Pastor, der seiner baptistischen Verankerung bewusst war und der sich gerade deshalb in der örtlichen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und in dem „Verein für Freikirchenforschung“, wie der Verein nach Loslösung aus der Universität Münster heute heißt, mit seiner ganzen Persönlichkeit einbrachte. Für ihn waren das Gespräch und der Austausch wichtig. Darin erhielt er nachdrückliche Unterstützung durch seine Frau Anneliese. Vereinsmitglieder schrieben nach seinem plötzlichen Tod, dass sie stets seine Weitherzigkeit geschätzt hätten. In einem Brief fand sich der Schlusssatz: „Wir dürfen Manfred Bärenfänger bei unserm Heiland geborgen wissen.“
(aus: http://www.freikirchenforschung.de/sites/02_aktuell/aktuell_3_data.html# )
